Schilddrüse und Risikogruppen

Schilddrüse: welche Hunde zählen zu den "Risikogruppen" ?

SchilddrueseUm das Thema "Schilddrüse" und Schilddrüsenhormone im Hundefutter weiter zu beleuchten, behandeln wir in diesem Video gemeinsam mit Dipl. Tierarzt Rainer Giebl die Frage nach möglichen Risikogruppen unter Hunden.

Informationen aus Foren und Postings sind oft wenig hilfreich.

Wir beleuchten die Frage, ob es Hunde geben könnte, die aus verschiedenen Gründen und möglicher Weise stärker oder häufiger dazu tendieren könnten auf potentiell in speziellen Teilen des Gewebes (Fleisches) enthaltene Schilddrüsenhormone eher durch körpereigene Aktivierung der Hormone T3 und T4 zureagieren, als andere.

Zu den "Risikogruppen" sofern man solche überhaupt identifizieren könnte, würden dem zufolge Welpen und säugende Hündinnen zu zählen sein.

Dies deshalb, weil Welpen noch über keinen konstanten und fertig ausgeprägten Hormonhaushalt verfügen und trächtige, oder säugende Hündinnen sich in einer Lebenssituation befinden, in der der Hormonhaushalt des Tieres einerseits durch und in dieser Lebensphase zeitweilig bereits verändert ist und durch das Säugen etwaige Hormone auch an die Welpen weitergegeben werden können.

Ob es Risiko-Rassen geben könnte, kann weder Dipl. Tierart Rainer Giebl, noch die Wissenschaft derzeit beantworten. 

Dies deshalb, da die Fälle von Schilddrüsenüber- oder Unterfunktionen, die durch potentiell Schilddrüsengewebe enthaltendes Futter hervorgerufen worden sein könnten (glücklicher Weise) so selten auftreten, dass eine fundierte wissenschaftliche Untersuchung bislang noch nicht möglich war.

Es ist sehr wichtig darauf hin zu weisen, dass man aktuell, hervorgerufen durch verschiedenen Forenbeiträge und Facebook Postings, den Eindruck haben könnte, dass solche Fälle sehr häufig auftreten würden.

Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Solche Fälle treten sehr selten auf.

Wenn man also "Risikogruppen" unter Hunden identifizieren möchte, dann könnten dies wie erwähnt Welpen und Trächtige- bzw. säugende Hündinnen sein.

Um von vornherein auszuschließen, dass man bei den genannten Gruppen potentiell schilddrüsenhaltiges Gewebe verfüttert, kann man ganz einfach auf Fleischsorten zurückgreifen, die unter Garantie schon aus Sicht der Anatomie kein Schilddrüsengewebe enthalten können.

Das wäre beim Kopffleisch z.B. Wangen- oder Lefzenfleisch, oder umgekehrt, um es einfacher zu gestalten: vermeiden Sie in diesem Lebensabschnitt Ihres Hundes einfach die Verfütterung von:

1) Kopf-Stoss-Fleisch
2) Kehlkopf und "Kehlfleisch"
3) Stichfleisch

Alle anderen Teile sind diesbezüglich völlig unbedenklich.

Sollten Sie einen Hund halten, der auf Schilddrüsengewebe entsprechend reagiert, können Sie diesen durch Vermeidung der Verfütterung der drei oben genannten Teile ebenso ganz einfach vor der Aufnahme von potentiell schilddrüsenhormonhaltigem Gewebe bewahren.

Die "Risikogruppen" - Tierarzt Rainer Giebl erklärt:

 

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